Auch digitale Nomaden werden mal krank

Auch wenn man keinen festen Wohnsitz hat, ist es natürlich sinnvoll kranken- und rentenversichert zu sein. So haben wir den „Wechsel“ geschafft.

Wir haben für uns entschieden, dass wir die gleichen Versicherungen, die wir mit festem Wohnsitz hatten, auch ohne festen Wohnsitz weiterführen. Jetzt mussten wir nur noch in den jeweiligen Versicherungsbedingungen überprüfen, ob die Versicherungsleistungen auch bei einer mehrjährige Reise durch Europa erbracht werden.

Kranken- und Pflegeversicherung

Die Krankenversicherung hat uns sehr beschäftigt. Man weiß ja nie, was einem gesundheitlich passiert und dieses Thema muss auf jeden Fall in allen Eventualitäten abgedeckt sein .

Glücklicherweise erstreckt sich bei privaten Krankenversicherungen der Versicherungsschutz auf die gesamte EU. Dies ist in den Musterbedingungen für Krankheitskosten § 1 abs. 4 mb/kk 2009 geregelt.

Ob der europaweite Versicherungsschutz für alle privaten Krankenversicherungen zutrifft, können wir natürlich nicht sagen. Er sollte jedoch bei allen PKV gelten, die sich an den Musterbedingungen orientieren. Um sicher zu gehen, schaut am Besten in den Allgemeinen Versicherungsbedingungen eures Versicherers nach.

Fazit: Sofern man privat versichert ist, muss man nur nachschauen. Im Best Case bleibt alles beim Alten (inklusive der bestehenden Kosten).

Rentenversicherung

Zunächst zu den Fakten: In die gesetzliche Rentenversicherung zahlt jeder Festangestellte mit einem Verdienst bis zur Beitragsbemessungsgrenze einen Prozentsatz seines Gehalts ein. Ohne abhängige Beschäftigung, also zum Beispiel als Freiberufler oder Freelancer, ist man in den meisten Fällen nicht pflichtversichert. Eine genaue Übersicht „Wer ist pflichtversichert?„gibt es bei der Deutschen Rentenversicherung.

Liegt das eigene Gehalt über der Beitragsbemessungsgrenze oder man ist nicht abhängig beschäftigt, kommt an dieser Stelle die politische Ansicht ins Spiel. Die zentrale Fragen: Gesetzlich oder Privat?

Unserer Meinung nach wird das aktuelle gesetzliche Rentensystem irgendwann kippen. Wir gehen davon aus, dass wir nichts mehr „rausbekommen“, unabhängig wie viel wir einzahlen. Denn machen wir uns nichts vor, es ist kein Vorsorgesystem, sondern ein Umlagesystem. Die Jungen unterstützen die Alten. Bedenkt man, wie sich die Alterspyramide gerade entwickelt, ist es nur plausibel, dass der aktuelle Rentenstandard nicht gehalten werden kann. Aber wie zuvor erwähnt, das ist Ansichtssache.

Wir jedenfalls haben aus den oben genannten Gründen schon vor Jahren begonnen, privat vorzusorgen. Auch während unserer Reise werden wir weiterhin in unserer private Rentenversicherungen einzahlen. Alternativ gäbe es auch die Möglichkeit, freiwillig in die gesetzliche Rentenversicherung einzuzahlen.

Unsere Rentenversicherungen bei der Alten Leipziger bzw. der Allianz sind in jedem Fall so flexibel gestaltet, dass wir die Beiträge theoretisch monatlich nach unten und oben anpassen können bzw. die Versicherung ggf. auch komplett pausieren können. Dies ist zwar nicht präferiert, gibt aber das sichere Gefühl, die Reisekasse im Notfall entlasten zu können.

Weitere Versicherungen

Außerdem haben wir aktuell noch eine Haftpflichtversicherung. Diese bleibt einfach weiterhin bestehen. Darüber hinaus brauchen wir natürlich noch eine neue KFZ-Versicherung für unser Wohnmobil.

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