Warum ist Gas so kompliziert?

Um mit dem Wohnmobil wirklich unabhängig zu sein, ist ein ausreichend großer Gasvorrat notwendig. Wenn man allerdings durch Europa reist, ist es nicht einfach mit zwei Gasflaschen an Bord getan. Denn in den einzelnen europäischen Ländern gibt es unterschiedliche Anschlusssysteme.

Der Standard in Deutschland sind die grauen Stahlflaschen, die man in 5kg oder 11kg Füllmenge kaufen kann. Tauschen kann man diese problemlos auf Campingplätzen, an Tankstellen und in Baumärkten. Allerdings wiegt bereits die leere Falsche einiges. Bei der 11kg-Größe zum Beispiel gut 13kg. Eine Alternative ist die Aluflasche, die in der 11kg-Größe nur 5,5kg wiegt. Dafür ist das Versorgungsnetz nicht ganz so gut ausgebaut. Eine detaillierte Suche ist auf www.alugas.de möglich.

Beide Varianten können ohne Adapter angeschlossen sowie in Deutschland getauscht und befüllt werden.

Deutsche Flaschen ohne Adapter füllen

Ebenfalls ohne Adapter können die deutschen Flaschen in Belgien, Dänemark, Griechenland, Niederland, Norwegen (eingeschränkt), Österreich, Polen, Slowenien, Tschechen und Ungarn getauscht und/oder wiederbefüllt werden.

Deutsche Flaschen mit Euro-Adapter füllen

Eine gute Investition sind die Euro Füllset Adapter. Mit diesen können deutsche Flaschen auch in Estland, Finnland (nur Flaschen mit Epsilon-Markierung), Irland, Italien, Kroatien, Lettland und Litauen gefüllt werden.

Einheimische Flaschen mit Euro-Adapter anschließen

In Frankreich werden nur einheimische Gasflaschen gefüllt. Diese können gemietet und mit dem Euro Füllset Adaptern angeschlossen werden.

Einheimische Flaschen mit landestypischen Adapter anschließen

In Großbritannien muss man auf Flaschen von Calorgas sowie den passenden Adaptern zurückgreifen.

Für isländische Flaschen benötigt man einen Gummiring zum Anschließen. Diesen gibt es allerdings umsonst zur Flasche dazu.

Leihflaschen von AGA inklusive dem vor Ort erhältlichen Adapter sind der Standard in Finnland, Norwegen und Schweden.

An Repsol- oder Cepsa-Tankstellen kann man in Portugal und Spanien Gasflaschen mit passendem Adapter ausleihen.

In der Schweiz kann man Schweizer Flaschen mit Druckregler mieten.

Weitere Informationen zu Gasversorgung im Ausland gibt es bei Caravaning.

Es ist schon komisch, dass es in der EU eine Vorschrift gibt, wie groß eine Banane zu sein hat – allerdings noch keine einheitliche Infrastruktur für viele Dinge wie Strom oder Gas geschaffen hat.

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