Unser Wohnmobil nach 10.000km

Mittlerweile sind wir 10.000 Kilometer mit unserem Wohnmobil durch Europa gefahren. Zeit, um ein erstes Zwischenfazit zu ziehen. Haben wir uns für das richtige Wohnmobil und die richtige Ausstattung entschieden?

Haben wir das richtige Wohnmobil gewählt?

Ja, unser Lyseo ist immer noch goldrichtig.

Unser Bürstner Lyseo TD 744

Die Lounge im Heck und damit der entscheidende Grund für den TD 744 ist genau, wie wir uns das vorgestellt haben. Sie bietet noch einmal richtig viel Platz, wenn man mal einen regnerischen Tag im Wohnmobil verbringen muss. Auch Ausspannen beim Nachmittagskaffee ist auf der Couch im Heck einfach gemütlicher als am Esstisch. Darüber hinaus reisen wir ja mit einem Baby. Da kommt uns die zusätzliche Bodenfläche zum Strampeln und Drehen üben gerade recht.

Unser Wohnmobil - Bürstner Lyseo TD744 2

Was gefällt uns (und anderen Campern) am besten?

Um die Lounge und das große Panoramafenster beneiden uns viele andere Camper, die wir unterwegs getroffen haben. Auch unsere Umbauten (Gastankflaschen, Komposttoilette und Wasserfilter) wünschen sich viele in ihr eigenes Wohnmobil. – Wir fragen uns mittlerweile, warum nicht ein einziger Wohnmobilhersteller diese Dinge als Sonderausstattung anbietet.

Welche Sonderausstattung hätten wir gerne gehabt?

Am meisten vermissen wir (also Christian) eine Rückfahrkamera.

Keine Rückfahrkamera

Klar gewöhnt man sich an die Länge des Fahrzeugs und die zweite Person kann kurz raus zum Einlotsen. Im Zweifel hat man aber gerade, wenn es beim Rangieren um Millimeterarbeit geht, ein Baby, das mit raus möchte. Dann wartet man eben, bis alle angezogen sind und rollt erst dann die letzten Zentimeter in die endgültige Parkposition.

Was wünschen wir uns für die zukünftige Entwicklung bei Wohnmobilen?

Schön wäre eine stärkere Integration von Auto und Aufbau.

Armaturenbrett Fiat Ducato

Also zum Beispiel eine zentrale Steuereinheit für die gesamte Elektronik an Bord – Heizung im Fahrerhaus und im Aufbau, Musikanlage für das gesamte Wohnmobil, ein Instrument zum Ablesen von Wasser- und Batterieständen…diese könnten übrigens serienmäßig auch etwas genauer sein als 25%/50%/75/100%. (Die Technik gibt es ja schon. Wir haben z.B. einem Batteriecomputer nachgerüstet.)

Darüber hinaus könnten manche Dinge noch komfortabler gemacht werden:

  • Bessere Isolierung im Fahrerhaus:
    Momentan nutzen wir einen Thermovorhang, den wir jeden Abend mit Druckknöpfen einknöpfen; beim Fahren abknöpfen und in die Lounge legen. Dadurch ist das Fahrerhaus isoliert und die Armaturen verschwinden, so dass es wohnlicher wirkt. Bequemer wäre jedoch, wenn so ein isolierender Vorhang oder ähnliches gleich integriert wäre. Auch der Fußboden im Fahrerhaus könnte besser isoliert sein, damit es nicht kalt von unten reinzieht.
  • Spüle und Herd ohne Kante mit der Arbeitsplatte verbauen:
    Sowohl die Spüle als auch der Herd sind mit kleinen Erhebungen eingebaut, so dass Schneidebretter immer wackeln und sich an der Kante leicht Schmutz sammelt.
  • Ausziehbare Arbeitsplatte in der Küche:
    Beim Kochen ist es manchmal ziemlich eng. Eine größere Arbeitsplatte würde es einfacher machen. Da im Wohnmobil natürlich jeder Zentimeter zählt, wäre eine ausklappbare Arbeitsplatte schön.
  • Geruchsstopp in der Duschwanne:
    Während im Waschbecken und in der Spüle Geruchsstopps eingebaut sind, fehlt dies in der Dusche. Wir haben daher immer die Stöpsel drin, um den Grauwassertank nicht riechen zu müssen.
  • Mehrere Mülleimer:
    Zugegeben dies ist für Kurzzeitreisende nicht so relevant. Es wäre jedoch schön, Müll trennen zu können – ohne Tüten im Weg stehen zu haben. Theoretisch könnte man in die Aufbautür gut mehrere Mülleimer unterbringen. Und wer sie nicht als Mülleimer nutzen möchte, hätte dann Platz für Kleinkram.

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