Wohnmobile 2023 unter 7 Meter

Es ist soweit. Wir wollen uns wieder ein Wohnmobil kaufen. Diesmal nicht, um dort einzuziehen, aber für längere Reisen soll es schon taugen. Wir wissen nicht einmal, ob es ein Teilintegrierter oder ein Van werden soll. Nur eins wissen wir: Das Wohnmobil soll unter 7 Meter lang sein und mindestens 3 Schlafplätze haben. Das sind unsere 3 Favoriten nach der ersten Recherche.

3 Schlafplätze und maximal 7 Meter

Warum das Wohnmobil 3 Schlafplätze haben soll, ist eigentlich klar: Leonie braucht mittlerweile ein eigenes Bett. Bei unserer ersten Reise war sie noch ein Baby und konnte bequem zwischen uns beiden im Hubbett schlafen. Aber diese Zeiten sind mittlerweile vorbei.

Außerdem möchten wir uns längenmäßig verkleinern. Die 7,50m unseres Bürstner Lyseo waren super zum permanent Wohnen. Mit dem neuen Wohnmobil wollen wir allerdings hauptsächlich Wochenendausflüge in die Natur machen und zu Besuch bei Freunden auf dem Hof stehen. Daher soll es was Kürzeres werden. Trotzdem brauchen wir noch viel Platz – so dass wir auch mal längere Reisen bis zu 6 Monaten damit machen können. Eine Länge von 6-7 Meter erscheint uns ideal.

Teilintegriert oder Van?

Zuerst wollen wir die Frage klären, ob Teilintegrierter oder Van für uns das Richtige ist. Auf einer Messe sehen wir uns exemplarisch den Knaus VAN TI PLUS 650 MEG und den Bravia Swan 636 an.

Beim Teilintegrierten Knaus überzeugt uns die bessere Wärmeisolierung, gerade im Schlafbereich. Im Vergleich zum Van liegt man eben doch nicht direkt an einer Hecktür.

Durch die senkrechten Seitenwände des Aufbaus entsteht ein großzügigeres Raumgefühl.

Der Van von Bravia macht seine Pluspunkte durch schmalere Außenmaße (2,05m im Vergleich zu 2,20m beim Teilintegrierten) und durch seine Außenhaut aus Metall, durch die auch bei höheren Geschwindigkeiten weniger Fahrgeräusche zu hören sein werden.

Doch dann entdecken wir den entscheidenden Unterschied: Die Schiebetür! Natürlich bietet sie einen tollen Ausblick nach draußen. Aber es kommt auch viel Wind herein. Da der Gaskocher direkt vor der Tür platziert ist, dürfte es (fast) unmöglich sein, bei offener Tür zu kochen. Denn an den schönen Plätzen, nicht nur direkt am Meer, ist immer Wind! K.o.-Entscheidung zugunsten des Teilintegrierten.

3 Betten erfordert einen ausgefallenen Grundriss

Noch etwas fällt uns auf: Bei den Standard-Grundrissen muss immer die Dinette zum dritten Bett umgebaut werden. Wir hätten aber lieber eine Lösung zum Klappen oder Hochfahren. Auf jeden Fall etwas, wo wir das Bettzeug einfach liegen lassen können und nicht separat verstauen müssen.

Und so schauen wir uns diese 3 Wohnmobile genauer an…

Weinsberg auf VW Basis

Beim Weinsberg X-Cursion VAN 500 mq wird das dritte Bett (optional sogar auch ein 4. Bett) vom Kopfraum des Fahrer- bzw. Beifahrersitzes über die Dinette ausgezogen. Sicher ein tolles Hochbett für Kinder. Ebenfalls innovativ ist die Duschkabine, die sich senkrecht nach oben ausfährt. Im zusammengefahrenen Zustand befindet sie sich unter dem Fußteil des hinteren Querbettes.

Größte Minuspunkte sind der sehr kleine Frischwassertank (nur 65l) und die Tatsache, dass ausschließlich eine Dieselheizung und keine Gasheizung ausgewählt werden kann.

Yachtdesign im Benimar

Der Benimar Tessoro T481 kommt mit eleganter Eckküche im Heck, geräumigen Bad hinten links, L-Sitzgruppe und einem vorderen Hubbett daher.

Geblendet vom tollen Ambiente, fällt uns erst später auf, dass auch hier wieder die Dinette zum Bett umgebaut werden muss.

Kabinenkarosserie von Hotomobil

Das Hotomobil Ronin XL und der für 4 Personen geeignete große Bruder Hotomobil Freedom haben wohl die gemütlichste Wohnkabine, die wir seit langem gesehen haben: Rundsitzgruppe im Heck und Festbetten über der Fahrerkabine.

Leider hat das Hotomobil keine Garage und damit so gut wie keinen Stauraum für Auffahrkeile, Gartenstühle und Tisch. Von Platz für Fahrräder ganz zu schweigen.

Fazit

Noch war nicht das richtige Wohnmobil für uns dabei. Aber wir wissen nun in welche Richtung wir weitersuchen werden: Teilintegriert, unter 7m, ein drittes Bett ohne umbauen und einem Grundriss abseits des „Standards“. Immer ein Auge auf die Art der Heizung (Gas soll es sein) und die Größe des Frischwassertanks. – Denn aus Erfahrung wissen wir, dass Freistehen nur mit mehr als 100l Frischwasser richtig Spaß macht.

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