Sicherheit im Wohnmobil

Beim Thema Wohnmobil und Sicherheit scheiden sich die Geister. Während die einen sagen, dass man ein Wohnmobil nicht absichern kann, da Diebe immer rein kommen, setzen die anderen auf zahlreiches Sicherheitszubehör. Wir haben uns für einen Mittelweg entschieden. Darf ich vorstellen: Unser Sicherheitskonzept.

Es besteht aus drei Teilen: Alarmanlage, Safe und Vorsicht.

Alarmanlage

Alarmanlage WiPro 3 von ThitronikZunächst haben wir die Alarmanlage WiPro 3 von Thitronik eingebaut. Mit der sichern wir alle Türen und Fenster (auch die Dachluken) ab. Die Sensoren werden ganz einfach an die Fensterscheiben geklebt und per Funk mit der Basisstation gekoppelt. Ein lästiges Kabelverlegen entfällt somit. Im Falle eines Einbruchs sollten zumindest auf einem belebten Stellplatz bzw. Campingplatz andere Camper auf das Hupen aufmerksam werden und der Dieb schnell die Flucht ergreifen.  Außerdem schließt die Alarmanlage eine Ducato-typische Sicherheitslücke. Die Funkverbindung zwischen Fahrzeug und Schlüssel erfolgt unverschlüsselt. Dadurch sind Replay-Attacken möglich. Zusätzlich haben wir für das Trackingmodul, ebenfalls von Thitronik, entschieden. Insgesamt gibt uns die Anlage ein sicheres Grundgefühl. Kostenpunkt in unserer Konfiguration: ca. 1.000 €. Ein vergleichbares System gibt es auch von Caratec. Dies ist jedoch um einiges teurer.

Safe

Sitzsockel SafeZweitens haben wir einen Safe in unser Wohnmobil einbauen lassen (Kosten ca. 200 €). Er ist groß genug, um Laptops und  Kamera zu verstauen. So sind zumindest die wertvollsten Gegenstände vor schnellem Zugriff geschützt. Falls die Laptops doch einmal abhanden kommen sollten, sind alle Dokumente und vor allem die Fotos in der Cloud gespeichert. Mehr dazu in einem der nächsten Beiträge.

Vorsichtsmaßnahmen

Zu guter Letzt haben wir uns vorgenommen, eine Reihe von Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, die wir aus verschiedensten Beiträgen und Videos zusammengesammelt haben:
  • Nicht auf Autobahnraststätten oder auf Parkplätzen in der Nähe von Autobahnen übernachten.
  • Auf Parkplätzen und bei kurzen Stops eher gut einsehbar in der Mitte des Parkplatzes parken und nicht am Rand bei unübersichtlichen Gebüschen.
  • Keine Wertgegenstände in der Nähe von Fenstern ablegen, sodass niemand in Versuchung kommt, von außen hinein zu langen.
  • Abends immer alles in den Safe räumen bzw. die Handys in Reichweite am Bett deponieren.
  • Auf Stellplätzen bzw. Campingplätzen immer das Fahrerhaus sowie Fenster auf der Sitzplatz abgewandten Seite verschließen und die Alarmanlage aktivieren. (Die WiPro überwacht die geschlossenen Fenster auch dann, wenn andere Fenster oder Türen geöffnet sind.)
  • Wenn wir uns unsicher fühlen, lieber den Übernachtungsplatz wechseln und im Zweifel auf bewachte Stellplätze oder umzäunte Campingplätze (mit umsichtigen Dauercampern) ausweichen.

Wie bereits bei der Ausstattung unseres Wohnmobils beschrieben, haben wir zusätzlich Alurahmenfenster und die Aufbautür mit zwei Schließzylindern einbauen lassen, da diese schwerer zu knacken sind, als die Standardausführungen. Auf andere mechanische Sicherheitsvorkehrungen, wie zusätzliche Schlösser an Türen oder Ketten, die zwischen Fahrer- und Beifahrertür gespannt werden, haben wir verzichtet. Sie erscheinen uns nicht ausreichend wirksam.

Türsicherung ElefantInteressant wäre höchstens noch die Türsicherung Elefant. Sie wird einfach in den Verschluss der Aufbautür von innen eingehängt und blockiert sie mechanisch. Leider gibt es noch keine Version für die Hartal Premium XL.

Vielleicht entscheiden wir uns dafür für einen Hundeaufkleber. Dieser soll ebenfalls Langfinger abschrecken 😉

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