Am einsamen Strand

In Andalusien soll es sie noch geben: Verlassene Strände ohne Menschenmassen. Wir gehen auf die Suche.

Ein guter Ausgangspunkt für unsere Suche erscheint uns San José. Von der Autobahn sind es 20km über die Landstraße quer durch riesige Gewächshausanlagen. Die letzten Kilometer führen uns durch das Naturschutzgebiet Cabo-de-Gata-Níjar. San José ist ein Touristenort und im Winter komplett ausgestorben. Nur ein paar wenige Restaurants haben über die Mittagsstunden geöffnet. Kein Bade-Tourist verirrt sich hierher. Alle anderen Menschen, die wir treffen, sind ebenfalls mit dem Wohnmobil angereist. Mit uns stehen ca. 20 andere Camper auf dem Parkplatz. Dieser ist übrigens im Winter gratis.

Am dritten Tag machen wir uns früh morgens auf die Suche nach „unserem“ Strand. Wir fahren nordwärts weiter in das Naturschutzgebiet hinein. Ein paar Buchten weiter werden wir fündig.

Einsamer Strand

Etwas außerhalb von La Isleta del Moro liegt in einer kleinen Bucht ein Parkplatz direkt am Sandstrand. Wir parken uns direkt an die Steilküste, stellen die Stühle vor das Wohnmobil und genießen unser Frühstück in der Sonne.

Den Tag verbringen wir am Wasser, gehen am Strand spazieren und lassen die Seele baumeln. Der nächste Morgen beginnt mit einem herrlichen Sonnenaufgang. Nur gut, dass die Sonne im Winter erst kurz nach acht aufgeht. Da hat man auch als Langschläfer mal die Gelegenheit das Schauspiel zu fotografieren 😉

Gefrühstückt wird natürlich wieder mit Blick auf das Meer. Leider müssen wir dann auch schon weiter. Unser Frischwasser ist aufgebraucht. Gelohnt hat es sich alle Mal.

Zwei Nachträge:

  • Auf dem Parkplatz sind Wohnmobile von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang eigentlich verboten. In den Wintermonaten wird das Übernachten dort jedoch geduldet.
  • Im Internetzeitalter ist die Bucht natürlich nicht sonderlich schwer zu finden. Auch andere Wohnmobile standen dort über Nacht. – In der ersten Reihe am Wasser konnten wir sie aber gut ausblenden, so dass unser Strand dennoch irgendwie einsam war.

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